Strafrechtliche Vorschriften

Rauschgifte / Drogen

Der Erwerb, Besitz, Verteilung sowie die Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art (Dazu zählen auch leichte Drogen wie Marihuana) wird in Thailand mit aller Härte bestraft. Schon der Besitz von geringen Rauschgiftmengen führt zu hohen Freiheitsstrafen; für einzelne Delikte sehen die thailändischen Strafgesetze gar die Todesstrafe vor. Transportieren Sie niemals Gepäckstücke von Drittpersonen, deren Inhalt Sie nicht im Detail kennen. Ein gut gemeinter Gefallen kann böse Folgen haben und mit einer drakonischen Gefängnisstrafe enden.

Ausweispflicht
Wie in der Schweiz ist man auch in Thailand verpflichtet stets einen Ausweis auf sich zu tragen. Gerade in den Ausgangsvierteln der grossen Touristenorte werden häufig Kontrollen durchgeführt. Sie müssen aber nicht unbedingt den Orginalpass auf sich tragen. In der Regel reicht eine Fotokopie des Passes und der Seite mit dem thailändischen Visum bzw. dem Einreisestempel.

Majestätsbeleidigung
Das thailändische Königshaus geniesst im ganzen Land grössten Respekt. Wer abfällige Bemerkungen macht, sich kritisch äussert oder beispielsweise Bilder des Königs beschmutzt, muss mit empfindlichen Strafen wegen Majestätsbeleidigung rechnen. Die Länge der Haftstrafen dafür reichen bis zu 15 Jahre.

Diebstahl
Selbst der Diebstahl von Gegenständen mit geringem Wert kann mit sehr hohen Haftstrafen geahndet werden.

Sexueller Missbrauch von Kindern
Der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen wird in Thailand hart bestraft und kann auch in der Schweiz strafrechtlich verfolgt werden, wenn die Tat in Thailand begangen wurde.

Altersbeschränkungen in Bars und Diskotheken
Personen unter 20 Jahren ist der Zutritt zu Bars, Diskotheken und Massagesalons generell verboten. Für Jugendliche unter 18 Jahren gilt eine Sperrstunde ab 22.00 Uhr. Jugendlichen, die nach dieser Zeit ohne elterliche Begleitung in der Öffentlichkeit angetroffen werden, droht die vorläufige Festnahme. Der Begriff „Öffentlichkeit“ wird von den Behörden weit ausgelegt und umfasst neben Restaurants auch Kinos.

Alkoholkonsum
Alkoholkonsum ist für Jugendliche unter 18 Jahren in der Öffentlichkeit verboten und wird bestraft. Das Trinken von Alkohol im Inneren eines fahrenden oder parkenden Fahrzeugs verboten; dies gilt für alle Insassen.

Kleidungsvorschriften
Nacktbaden, Baden ohne Bikinioberteil sowie sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit sind verboten und können bestraft werden.

Fotografie Verbot
Abgesehen von militärischen Objekten ist Fotografieren in Thailand grundsätzlich erlaubt. Beim Fotografieren von Menschen ist es angebracht vor dem Knipsen um Erlaubnis zu fragen.

Drohnen

Die Einfuhr von Drohnen für den privaten Gebrauch nach Thailand ist noch erlaubt (Stand 2017). Für die Inbetriebnahme in Thailand ist aber eine Registrierung des Fluggerätes bei der National Broadcasting and Telecommunications Commission (NBTC) oder der Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT) erforderlich. Bei Verstoss gegen die Registrierung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu THB 100’000,-.

Strafverfahren
Strafverfahren in Thailand sind langwierig und unangenehm. Die Möglichkeiten der Verteidigung sind beschränkt und entsprechen oft nicht den Schweizerischen rechtsstaatlichen Erwartungen. Es muss mit langer Untersuchungshaft, unzureichender, teurer anwaltlicher Vertretung und harten Haftbedingungen gerechnet werden. Jede Verurteilung wegen einer Straftat in Thailand (auch wegen Bagatelldelikten) führt nach Verbüssung der Strafe zur Abschiebung und einem unbefristeten Wiedereinreiseverbot.

Rauchverbot / E-Zigaretten
Ab dem 1. November 2017 wird an einigen Stränden in Pattaya, Bangsaen, Cha-am, Hua Hin, Phuket, Samui, Phang Nga and Songkhla ein Rauchverbot gelten. Bei Verstössen gegen das Rauchverbot droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und/oder Geldstrafe bis zu THB 100’000.-.
Die Einfuhr von Verdampfern, z.B. E-Zigaretten und Zubehör nach Thailand ist verboten und kann mit Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren bestraft werden. Der Verkauf oder Kauf von E-Zigaretten oder sonstigen Verdampfern kann mit einer hohen Geldstrafe oder Haftstrafe bis zu fünf Jahren belegt werden.

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